Der Fußballspieler Joshua Kimmich, seines Zeichens Nationalspieler der Bundesrepublik Deutschland und Angestellter des FC Bayern München ist nach vorliegenden Erkenntnissen nicht gegen COVID-19 geimpft.

Die Wellen der Empörungen zeigen auf, wie sehr die Gesellschaft in dieser Frage gespalten ist. Inklusive der Bundesregierung, dem DFB und auch von mir werden Kommentare abgegeben.

Nun, es ist das Recht aller Kommentierenden, rechtskonforme Aussagen zu treffen, unerheblich von der Sicht der jeweiligen Meinung der anderen Gruppe.


Betrachten wir die Causa Kimmich rational und subsummieren den Vorgang:

  • Herr Kimmich ist Angestellter des Vereins Bayern München
  • Die Fürsorgepflicht des FC Bayern München gegenüber den Arbeitnehmern ist durch unterschiedliche Rechtsnormen begründet. Unter anderem §609 BGB, das Arbeitsschutzgesetz.
  • Weiterhin hat der FC Bayern München eine Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Arbeitnehmern.
  • Herr Kimmich hat die Entscheidung getroffen, sein gutes Recht, sich nicht impfen zu lassen.
  • Grundsätzlich hat jede Person die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen.

Wenn der FC Bayern München für den Besuch des Stadions Corona-Maßnahmen als Voraussetzung ansetzt, dann betrifft dies alle Personen, die das Münchner Stadion betreten wollen, aber auch müssen.

Daher ist es meines Erachtens nicht korrekt, dass Herr Kimmich als Spieler eingesetzt wird. Rational gesehen, werden die anderen Menschen, die unter den erwähnten Bedingungen in die Allianz-Arena eintreten möchten, zu Personen zweiter Klasse.

Es ist nicht die Frage, ob die Maßnahmen sinnvoll sind oder nicht; es ist eine Frage des Respekts vor den Besuchern, dass es keine „Hierarchie“ in Bezug auf die Vorgaben geben darf.

Willi Menzel