Die Entscheidung der Bundesregierung, Waffenexporte an Israel einzuschränken, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten, wird von manchen als moralisches Handeln verkauft – tatsächlich ist sie ein politischer Irrweg mit absehbar katastrophalen Folgen. Damit sendet Deutschland ein gefährliches Signal: Wer lange genug Terror verübt, kann westliche Unterstützung für das Opfer untergraben. Für die Hamas ist dieser Schritt ein Geschenk. Sie wird ihn als „Erfolg“ inszenieren, ihre Propaganda befeuern und den Eindruck erwecken, dass sich selbst ein enger Partner Israels vom Kampf gegen sie abwendet.
Allein zwischen Oktober 2023 und Mai 2025 hat Deutschland Waffen im Wert von rund 485 Millionen Euro an Israel geliefert – nicht aus Beliebigkeit, sondern um die Verteidigungsfähigkeit eines Landes zu sichern, das seit Jahrzehnten von Vernichtung bedroht wird. Die Hamas hingegen hat ihre Ziele nie verschleiert: Israels Auslöschung. Nun erhält sie indirekt Rückendeckung, während Israel gezwungen wird, mit eingeschränkten Mitteln seine Bevölkerung vor Raketenangriffen, Terroranschlägen und Entführungen zu schützen.
Dieser Kurswechsel bricht mit der jahrzehntelang gelebten deutschen Staatsraison, die Israels Sicherheit als nicht verhandelbar verstand. Er untergräbt das Vertrauen in Deutschland als verlässlichen Partner und schwächt das Land, das an vorderster Front gegen islamistischen Terror steht. Wer glaubt, dadurch humanitäres Leid zu mindern, verkennt die Realität: Terroristen nutzen jede Schwäche, um ihre Angriffe zu verstärken.
Wer wirklich Frieden will, muss den Terror bekämpfen – und zwar ohne Halbherzigkeit. Eine kluge Politik würde gezielt dort begrenzen, wo zivile Opfer drohen, aber niemals pauschal die Selbstverteidigung eines befreundeten Staates lähmen. Alles andere ist nicht nur naiv, sondern brandgefährlich – und nichts weniger als ein strategischer Sieg für die Hamas.