In Noisy-le-Sec, einem Vorort von Paris, wurde eine öffentliche Vorführung des Films Barbie abgesagt. Der Grund: Eine kleine Gruppe muslimischer Extremisten drohte damit, die Veranstaltung zu stören und technische Ausrüstung zu zerstören. Ihr Vorwurf: Der Film enthalte Homosexualität und zu freizügige Darstellungen.
Anstatt die Rechtsordnung durchzusetzen, knickte der Bürgermeister ein. Er sagte die Veranstaltung ab – aus „Sicherheitsgründen“. Damit haben nicht Recht und Freiheit gesiegt, sondern Gewaltandrohung und Einschüchterung. Es war ein Kuschen vor Götzendienern, die ihre mittelalterliche Weltsicht mit Drohungen in einer westlichen Stadt durchsetzen wollen.
In einem Rechtsstaat darf es dafür keinen Platz geben. Wer Gewalt androht, um seine primitiven Ziele durchzusetzen, stellt sich selbst außerhalb der Gemeinschaft. Solche Taten müssen klar verfolgt und bestraft werden – ohne Ausreden, ohne Rücksicht.
Jede Kapitulation vor Erpressern, egal welcher Herkunft oder Religion, schwächt die Freiheit aller.