Also wirklich, jetzt paddelt Bully wieder los mit „Das Kanu des Manitu“ – und kaum ist das Ding im Kino, kriechen sie wieder aus ihren Löchern: die Oberlehrer der Nation, die bei jedem „Indianer“ gleich die Menschenwürde in Gefahr sehen. Meine Güte.

Der Film selbst? Quatsch, klar. Ein aufgekochter Schuh, der schon 2001 nicht gerade feingeistige Comedy war. Wieder „Indianer“, wieder „Häuptling“, wieder Blutsbrüderschaft. Man weiß schon nach drei Minuten, was die Pointe sein will – und nach fünf Minuten, dass sie zu lange bleibt.

Aber genau da liegt ja der Witz: Man lacht trotzdem. Nicht, weil es genial wäre, sondern weil es so schamlos billig ist.

Und dann kommen sie: die selbsternannten Hüter der kulturellen Reinheit. Leute, die ernsthaft glauben, dass sich ein Komödienpublikum im Jahr 2025 moralisch versündigt, wenn es bei dem Wort „Indianer“ lacht.

Sagen wir’s deutlich: weltfremde Besserwisser. Denn wer Humor auf dem Altar der politischen Korrektheit opfern will, hat nichts verstanden.

Es geht hier nicht um Kolonialgeschichte oder Unterdrückung – es geht um eine Klamauk-Parodie, die Karl-May-Klischees so dick aufträgt, dass man fast denkt, sie sei aus Lego gebaut. Wer darin „kulturelle Aneignung“ erkennt, hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Das ist nicht intellektuell, das ist schlicht lächerlich.

Am Ende bleibt ein Film voller Quatsch, gewiss kein Meisterwerk, aber wenigstens ehrlich. Er macht sich lustig über Indianer-Romantik, über Western-Klischees.

Und wenn das manche nicht aushalten, dann sollen sie doch bitte ihre Kanu-Paddel abgeben und zurück ans Ufer schwimmen oder grunzend in ihre Höhle zurückkehren.