Endlich haben wir das große Problem unserer Zeit gelöst. Nicht Krieg, nicht Inflation, nicht kaputte Straßen – nein: Streusalz.

Dieses heimtückische, weiße Granulat, das sich jeden Winter als freundlicher Helfer tarnt, aber in Wahrheit… ja was eigentlich? Offenbar ist es so gefährlich, dass man es Privatpersonen besser komplett aus der Hand nimmt.

Man weiß ja, wie das endet: Erst streut einer den Gehweg, und zack – am nächsten Tag steht die Intensivstation voll. Man muss das schon würdigen: Der NABU hat geklagt – und gewonnen.

Das Gericht sagt: Schluss mit Streusalz für Privatpersonen. Großartig. Denn wer braucht schon sichere Wege, wenn man stattdessen das Abenteuer „Rutschpartie vor dem Haus“ erleben kann? Das ist quasi Fitness, Nervenkitzel und Schicksal in einem. Und ganz nebenbei lernt man wieder, wie wertvoll ein stabiler Gang ist.

Und jetzt stellen wir uns das Motto vor: „Weg mit dem #Streusalz, rettet die Krankenhäuser!“ Ja, genau. Weil bekanntlich Krankenhäuser immer dann gerettet werden, wenn mehr Leute ausrutschen und sich den Arm brechen. Das ist dann so eine Art Beschäftigungsprogramm: Mehr Stürze = mehr Betrieb = bessere Auslastung.

Wirtschaftlich gedacht! Vielleicht wird das bald sogar als Konjunkturpaket verkauft: „Rutschförderung 2026“. Natürlich kann man auch ohne Salz auskommen – irgendwie. Splitt, Sand, Asche, gute Wünsche, Gebete… und zur Sicherheit ein Helm mit Stirnlampe.

Vielleicht wird der Winter jetzt einfach eine Mischung aus Eiskunstlauf und Hürdenlauf. Wer es bis zum Briefkasten schafft, bekommt einen Orden. Wer dabei niemanden umräumt, gilt als vorbildlicher Bürger. Kurz gesagt: Wir sind wieder ein Stück weiter.

Der Winter wird nicht leichter, aber dafür moralisch einwandfrei. Und falls jemand fragt, warum draußen alles glatt ist: Keine Sorge – das ist kein Problem. Das ist Naturschutz zum Anfassen.