Iran-Krieg und das Völkerrecht

Iran-Krieg und das Völkerrecht

Anständige Menschen können Drohungen zur Auslöschung eines Staates, Massaker an Demonstranten, systematische Unterdrückung der eigenen Bevölkerung und die Unterstützung von Terrororganisationen nicht akzeptieren. Wenn sich Vertreter des Regimes auf das Völkerrecht berufen, um genau diese Politik zu rechtfertigen, wird das Völkerrecht zum bloßen Alibi – und verliert seinen moralischen Kern. Ein Völkerrecht, das die genannten Praktiken als legitim gelten ließe, wäre nicht nur politisch problematisch, sondern ethisch verfehlt.

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Die neue Verkehrsgeschichte (Edition: SZ)

Die neue Verkehrsgeschichte (Edition: SZ)

Es ist erfrischend, wie einfach die Welt sein kann. Offenbar war die Straße vor 1933 ein friedliches Yoga-Retreat, in dem sich Pferdekutschen, Straßenbahnen und Spaziergänger in einer ewigen Umarmung befanden. Dass die gesamte westliche Welt – von den USA unter Robert...

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Erich Lepkowski: Fallschirmjäger und Kameradenretter

Erich Lepkowski: Fallschirmjäger und Kameradenretter

Herr Lepkowski starb am 31. Mai 1975 in Braunschweig. Seine Biografie zeigt einen Soldaten, der Pflicht und Mut verkörperte, ohne je mit Kriegsverbrechen in Verbindung gebracht zu werden.
Die Tatsache, dass er für ein verbrecherisches Regime gedient hat, darf in meinen Augen seine Leistung nicht schmälern. Ich denke nicht, dass wir heute uns in die Gedankenwelt der Menschen, die vor fast 100 Jahren und mehr geboren wurden, versetzen können – oder dürfen.

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Junge Männer schädigen, muslimische reinigen

Junge Männer schädigen, muslimische reinigen

Mit großer Bewunderung blicken wir auf die öffentlich-rechtlichen Medien, die die staatlichen Kommunikationsziele mit beachtlicher Raffinesse umsetzen. Wie sollte man es sonst nennen, wenn bei den Silvesterkrawallen plötzlich nur noch von „jungen Männern“ gesprochen wird, während beim Aufräumen am nächsten Tag „muslimische Männer“ im Mittelpunkt stehen? Zufall, gewiss.

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HateAid und das Einreiseverbot in die USA

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Berlin und Brüssel kritisieren die Maßnahme scharf als Souveränitätsverletzung und fordern Gegenmaßnahmen. Diese Haltung wirkt infantil: Sie betont eigene Regulierungen, ignoriert aber US-Recht und den Konflikt zwischen privater und staatlicher Strafverfolgung

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Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.


Kurt Tucholsky


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