Der brutale Mord an einem Polizisten erschüttert mich zutiefst. Wenn ein Mensch, der unsere Gesellschaft schützt, auf so sinnlose Weise getötet wird, zeigt das, wie brüchig unsere Ordnung sein kann. In solchen Momenten drängen sich mir Bilder aus der dunkelsten Zeit unserer Geschichte auf. Auschwitz ist nicht nur ein Ort des Grauens, sondern eine Mahnung, wohin Entmenschlichung und Gewalt führen, wenn man sie laufen lässt.
Doch so sehr ich mich an diesen Gedanken stoße: es fällt mir zunehmend schwer, keine erbarmungslose, staatlich gestützte Vergeltung zu fordern. Dieses Ringen zeigt, wie gefährlich die Spirale aus Hass und Gewalt ist – und wie sehr der Staat gefordert ist, Recht konsequent durchzusetzen, um uns nicht an diesen Abgrund zurückfallen zu lassen.
Wer so etwas geschehen lässt, versagt als Staat und als Gesellschaft. Es ist unsere Pflicht, klar und kompromisslos gegen jede Form von Gewalt, Hass und Entwürdigung aufzustehen.
Ich fordere den Staat und die Justiz auf, mit aller Härte, ohne Wenn und Aber, gegen diese Straftäter vorzugehen.