Correctiv, Remigration: die Lust am ungeprüften Alarm
Denn eine freie Gesellschaft lebt nicht davon, dass ihre Bürger möglichst schnell auf das richtige Signal reagieren. Sie lebt davon, dass sie unterscheiden können zwischen Tatsache und Deutung, zwischen Bericht und Verdichtung, zwischen Empörung und Erkenntnis.
Wenn an Schulen jede Grenze verlorengeht
Denn eines ist offensichtlich: Solches Agieren geht weit über das hinaus, was man an einer Schule auch nur ansatzweise hinnehmen kann.
Palästina: Politik und die Todesstrafe
Aktuell sorgt ein Beitrag für Aufsehen, der behauptet, dass der Verkauf von Land an Juden unter der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) mit der Todesstrafe geahndet wird.
Wenn die Macht den Witz fürchtet
Wer so urteilt, verurteilt am Ende vor allem sich selbst. Nicht wegen des Strafmaßes. Sondern wegen der Blöße, die er sich gibt. Ein Regime, das sich durch Satire existentiell beleidigt fühlt, hat längst verstanden, wie gefährlich der Witz ist. Und genau deshalb hat Jacques Tilly schon gewonnen.
Gewalt ist nur Gewalt – alles andere Zuschreibung
Ein Jurist würde hier widersprechen. Die Merkmale einer Tat liegen doch im Sachverhalt selbst. Wenn jemand eine Handlung begeht, die alle Voraussetzungen eines Tatbestands erfüllt, dann ist diese Handlung tatbestandsmäßig – unabhängig davon, ob ein Gericht das schon festgestellt hat.
Iran-Krieg und das Völkerrecht
Anständige Menschen können Drohungen zur Auslöschung eines Staates, Massaker an Demonstranten, systematische Unterdrückung der eigenen Bevölkerung und die Unterstützung von Terrororganisationen nicht akzeptieren. Wenn sich Vertreter des Regimes auf das Völkerrecht berufen, um genau diese Politik zu rechtfertigen, wird das Völkerrecht zum bloßen Alibi – und verliert seinen moralischen Kern. Ein Völkerrecht, das die genannten Praktiken als legitim gelten ließe, wäre nicht nur politisch problematisch, sondern ethisch verfehlt.





