Zuerst die Fakten

Die Ministerpräsidentin des Bundeslandes Mali Dreyer, leidet an Multiple Sklerose, eine schwere Krankheit, die Frau Dreyer seit Jahren belastet.

Es ist traurig, dass sie unter dieser Autoimmunerkrankung leidet und wir wünschen ihr alles Gute und so wenig Belastungen für ihr Leben, wie nur irgendwie möglich.

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Frau Dreyer besucht mit der Bundeskanzlerin die Überschwemmungsgebiete in Schuld und, dies zeigen andere Fotos, muss sich gesundheitlichen Einschränkungen stellen.

Was macht die „WELT“ aus diesem persönlichen Schicksal?

Sie nutzt es für eine dezente Art von Agitation und verwendet, zugegeben geschickt, rhetorische Stilmittel im Titel.

Die Begrifflichkeit „Hand in Hand“ impliziert gemeinsames Agieren, vereint und mit geeinten Kräften.

Dann: „…durch das Katastrophengebiet“ und „..ein Fotos, das bewegt“, eine bewusst platzierte Formulierung, deren Wirkung in Verbindung mit dem Text unter dem Foto „gehen gemeinsam durch…. “ erkennbar ist.

Ich streite den beiden Politikerinnen nicht ab, dass beide sehr betroffen sind und Mitgefühl für die Geschädigten haben.

Dass jedoch Medien (teilweise auch andere Politiker) ihren Nutzen aus dem Drama der Unwetterkatastrophe ziehen, ist nur billig und niveaulos.

Quelle Foto: Welt.de (online)


Willi Menzel