Was über den Vorfall an einer sächsischen Schule berichtet wurde, ist nicht einfach nur geschmacklos oder pädagogisch daneben. Sollte sich der geschilderte Sachverhalt bestätigen, dann reden wir über einen massiven Grenzübertritt gegenüber Minderjährigen.
Nach einem Bericht der Jungen Freiheit soll an der Schule eine Projektwoche vom 16. bis 20. März vorgesehen gewesen sein. Bereits am ersten Projekttag soll es jedoch zu erheblichen Vorfällen gekommen sein, woraufhin sich mehrere Eltern bei der Schulleitung beschwert haben sollen. Nach dem Bericht sei der Dienstleistungsvertrag mit den Verantwortlichen noch am selben Tag gekündigt worden. Außerdem soll die Schulleitung den Vorgang der Schulaufsicht gemeldet haben.
Besonders schwer wiegen die Vorwürfe, die dabei im Raum stehen. Dem Bericht zufolge sollen die beteiligten Akteure, die angeblich aus dem Umfeld der Amadeu Antonio Stiftung stammten, darauf bestanden haben, dass sich die Schüler nicht mit ihren Vornamen, sondern mit ihren Pronomen vorstellen. Als ein Mädchen erklärt habe, dass sie Leonie heiße und auch so genannt werden wolle, soll ihr entgegnet worden sein, man habe in „Nazi-Sachsen“ auch nichts anderes erwartet. Außerdem soll pornographisches Material auf dem Klassenboden ausgelegt worden sein. Hinzu kommen Berichte über politische Botschaften wie „Fuck AfD“ oder „Höcke ist ein Nazi“, die im Klassenraum verteilt worden sein sollen.
Man muß dazu nicht lange um den heißen Brei reden: Wenn sich das so zugetragen hat, dann ist das ein massiver Verstoß gegen jeden pädagogischen Takt und gegen jedes Verantwortungsgefühl gegenüber Minderjährigen. Schule ist kein Ort für politische Dressur, keine Bühne für ideologische Selbstdarstellung und schon gar kein Raum, in dem Kinder mit pornographischen Inhalten oder herabwürdigenden Sprüchen konfrontiert werden dürfen.
Es spielt dabei keine Rolle, unter welchem politischen Etikett so etwas geschieht. Wer Minderjährige in einem schulischen Rahmen mit sexuellen Inhalten, politischer Agitation und abwertenden Bemerkungen überzieht, handelt nicht mutig, nicht progressiv und auch nicht aufklärerisch. Er handelt verantwortungslos.
Gerade weil Schule ein Schutzraum sein muss, dürfen solche Vorfälle nicht verharmlost werden. Eltern dürfen erwarten, dass ihre Kinder dort unterrichtet und nicht weltanschaulich bedrängt werden. Lehrer und Schulleitungen müssen sicherstellen, dass externe Projekte Grenzen achten. Und wenn diese Grenzen überschritten werden, dann muss das klar benannt und aufgearbeitet werden.
Denn eines ist offensichtlich: Solches Agieren geht weit über das hinaus, was man an einer Schule auch nur ansatzweise hinnehmen kann.
