„Lang lebe Stalin“?

„Lang lebe Stalin“?

Eine Diktatur wird nicht besser, weil sie rote Fahnen trägt. Ein Lager wird nicht menschlicher, weil es im Namen einer angeblich besseren Zukunft errichtet wird. Eine Mauer wird nicht demokratischer, weil sie sich „antifaschistisch“ nennt. Und politische Gewalt wird nicht moralisch, nur weil sie mit dem Wort „Revolution“ geschmückt wird.

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Deutscher Sitz im UN-Rat wird überschätzt

Deutscher Sitz im UN-Rat wird überschätzt

Natürlich war die Idee der Vereinten Nationen einmal groß. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs sollte eine Organisation entstehen, die Frieden sichert, Konflikte verhindert und Staaten an einen Tisch bringt. Das war ein richtiger und nachvollziehbarer Gedanke. Aber zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt heute eine gewaltige Lücke.

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Bärbel Bas und der politische Frust eines Bürgers

Bärbel Bas und der politische Frust eines Bürgers

Ich will Politiker, die Probleme benennen. Klar. Ehrlich. Ohne Theater. Ohne moralische Keule. Ohne doppelte Maßstäbe. Bärbel Bas steht für mich derzeit für das Gegenteil. Und genau deshalb richtet sich mein politischer Frust gegen sie als politische Person und gegen ihre Aussagen. Nicht, weil ich beleidigen will. Sondern weil ich nicht mehr bereit bin, solche Aussagen einfach hinzunehmen.

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Gedanken zum 08.5.1945: Deutsche Opfer

Gedanken zum 08.5.1945: Deutsche Opfer

Auch deutsche Städte wurden zerstört. Familien verloren ihre Väter, Söhne, Brüder und Freunde. Millionen Menschen waren auf der Flucht. Nach dem Krieg wurden Deutsche aus ihrer Heimat vertrieben. Sie verloren ihre Häuser, ihre Dörfer, ihre Gräber und ihre Erinnerungen. Viele starben auf den Trecks, in Lagern, an Hunger, Kälte, Krankheit und Gewalt. Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt. Menschen wurden erschlagen, misshandelt, gedemütigt oder einfach ihrem Schicksal überlassen.

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Hasseloff & die AfD: Schreckliche Entgleisung

Hasseloff & die AfD: Schreckliche Entgleisung

Demokratische Wahlen sind keine Gefälligkeitsveranstaltung

Man muss die AfD nicht mögen. Man kann sie hart kritisieren. Man kann ihre Programme auseinandernehmen und ihre Vertreter politisch stellen. All das ist legitim.

Aber eines muss klar bleiben: Der Bürger darf wählen, was zugelassen ist. Ohne moralische Erpressung. Ohne angedeutete Sippenhaft. Ohne die Botschaft, dass junge Menschen später für die Wahlentscheidung eines Bundeslandes zahlen könnten.

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Nationalismus ist einfach toll!

Nationalismus ist einfach toll!

Wer jeden Vorrang nationaler Interessen reflexhaft „Nationalismus“ nennt, will meist nicht verstehen, sondern verurteilen. Er ersetzt Argumente durch Etiketten und Diskussion durch moralische Einschüchterung. Das ist keine intellektuelle Stärke, sondern ein Zeichen politischer Unredlichkeit. Ein Land, das sich dafür schämen soll, zuerst an seine eigenen Bürger zu denken, ist bereits tiefer verrutscht, als viele wahrhaben wollen.

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Wenn die Macht den Witz fürchtet

Wenn die Macht den Witz fürchtet

Wer so urteilt, verurteilt am Ende vor allem sich selbst. Nicht wegen des Strafmaßes. Sondern wegen der Blöße, die er sich gibt. Ein Regime, das sich durch Satire existentiell beleidigt fühlt, hat längst verstanden, wie gefährlich der Witz ist. Und genau deshalb hat Jacques Tilly schon gewonnen.

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Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.


Kurt Tucholsky


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